
Er war ja der Vorzeigemann für die künftige Generation von Politikern. Er ging unter die Leute, sein Adelstitel war ihm schnuppe und er versuchte sich in neuen Möglichkeiten der eigenen Darstellung. Das war aber alles zu schön, um wahr zu sein und irgendwas ist ja immer - aber was? Wie kann man ihm wohl so richtig ans Bein pinkeln? An seinen politischen Entscheidungen war ja nicht viel zu bemängeln, also musste etwas anderes gefunden werden. Wer sucht, der findet und schließlich war es die Doktorarbeit, die ihn zu Fall brachte.
Es ist ja keineswegs in Ordnung, sich durch mehr oder weniger Aneignung fremden geistigen Eigentums einen akademischen Grad zu erschleichen. Die Art, wie das von der Opposition im Bundestag breitgetreten wurde, war jedoch völlig daneben! Wenn im Internet Begriffe wie Googleberg und Copyberg die Runde machen, muss man das nicht auch noch höhnisch übernehmen. Am wenigsten hat das was in einer Sitzung zu suchen, in der es eigentlich darum ging, Sachfragen zur Zukunft der Bundeswehr zu klären.
Das Präsidium der Eintracht Frankfurt erklärte noch im März, trotz der miserablen Rückrunde voll hinter Trainer Michael Skibbe zu stehen - um ihn dann zwei Wochen danach durch Christoph Daum zu ersetzen. Naja, viel hat es ja nicht gebracht außer zwei Unentschieden und einer Niederlage. Das hätte Skibbe auch hinbekommen. Schwierig war es vor allem, etwas über Daums Wirken zu schreiben, denn es lief immer aufs Übliche hinaus. Man sollte einen Strich unter seine Vergangenheit ziehen, er muss die Mannschaft wieder auf Linie bringen, weil sonst die Fans sehr verschnupft reagieren könnten, alles lief doch immer auf das gleiche hinaus.
Ein britischer und ein russicher Frachter kollidierten auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Zurzeit beschäftigt die Polizei sich noch immer mit der Frage, wer vorher mehr gesoffen hatte.
Die Politiker beklagen sich darüber, dass die Bildungspakete viel zu wenig angenommen werden. Statt zu jammern, sollten sie endlich die Erkenntnis gewinnen, dass sie den Bezug zur Bevölkerung verloren haben. Mit hübschen Broschüren erreicht man die Zielgruppe halt nicht und stundenlanges absitzen auf Flötottostühlen in nüchtern geweißten Amtsfluren ist auch nicht deren Ding. Da macht man besser etwas auf RTL II, etwa eine Daily Dokusoap mit dem Titel "Du kannst das - lern' dich reich!" oder eine Showstaffel wie "Ich bin in Hartz - holt mich hier 'raus!" Dazu gibt es dann 01805-Nummern, wo man seine Kinder direkt in einem Callcenter anmelden kann. Eine weitere Option wäre eine Dauerwerbesendung mit Angeboten der Art "Und wenn Sie jetzt sofort bestellen, bekommt Ihr Kind zur täglichen Betreuung im Nachmittagshort noch eine einjährige Mitgliedschaft im Sportverein dazu!"
In unserer Zeitung stand, dass Silvia G. eine Selbsthilfegruppe für von Burnout Betroffene gegründet hat, die auch schon auf reges Interesse gestoßen ist. Sie sind allerdings noch nicht weit gekommen, weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
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