
Nichts ist für Männer langweiliger als etwas Fertiges in den Händen zu halten. Daher geben sich Männer auch ungern mit den alltäglichen Einkäufen, bei denen nur Sachen mitgenommen werden, die man sofort benutzen kann. Männer brauchen Spannung, Vorfreude und Beschäftigung. Daher haben alle Männer an einer Sache besonders viel Freude: Der Inbetriebnahme!
Wenn Männer heute vor einem Computer sitzen und eine Anwendung oder gar das Betriebssystem installieren, denken sie frustriert an die Zeiten von MS DOS, Windows 3.11 oder sogar noch an Windows 98 zurück. Da mussten sie noch Entscheidungen darüber treffen, welche Teile der Software sie installieren wollten und wurden ständig zu Handlungen aufgerufen. "Legen Sie jetzt Diskette Nr. 5 ein und drücken Sie die Eingabetaste". Dann geschah auch meistens noch etwas auf dem Monitor. Statt eines stupiden Fortschrittbalkens informierte sie das Setup ständig darüber, was es gerade machte und die größten Momente waren solche wie der, wenn man nach Diskette Nr. 5 aufgefordert wurde, nochmal Diskette Nr. 2 einzulegen!
Es ist ja bekannt, dass man Männern beim Schenken von Kleidung mit Socken und Krawatten keine große Freude bereitet. Krawatten kann man umbinden und in Socken hineinschlüpfen - und dann? Männer freuen sich am meisten über original verpackte Oberhemden, die sie erst von ihren 18 Stecknadeln, den Versteifungen im Kragen und dem ihnen innewohnenden Karton befreien müssen.
Männer kaufen Gegenstände wie Handys, Drucker und TV-Geräte am liebsten im Internet oder beim Discounter, denn sie brauchen niemanden, der ihnen das auspackt, aufstellt, anschließt und durch Einsetzen von Akkus, Druckpatronen und dergleichen mit Leben füllt. Männer wollen selbst Fehler machen und brauchen es, gelegentlich an einer Herausforderung (beinahe) zu scheitern.
Oder glaubt jemand ernsthaft, unsere Urururururahnen hätten unterwegs ein Viech erlegt und es dann jemand anderem zum Schlachten zu geben?
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